Monsters vs. Aliens (3D)

Beim neusten Streifen von Dreamworks Monsters vs. Aliens hat es sich mal wieder so richtig gelohnt ins Kino zu gehen. Wichtig: nicht in irgendein Kino, sondern in ein 3D-fähiges Kino (entweder IMAX-3D oder Real-D)! Ja, das 3D-Kino erlebt in diesem Jahr nun endlich auch in Deutschland seine Renaissance. In Stuttgart sind u.a. die Innenstadt-Kinos mit entsprechenden Projektoren und Brillen ausgestattet. Das Prinzip dabei ist denkbar einfach: der Projektor wirft zwei leicht versetzte Bilder auf die Wand und durch die Polarisationsbrille wird für das jeweilige Auge eines der Bilder ausgeblendet. Ohne medizinische Fachkenntnis: das Gehirn errechnet nun aus den beiden getrennten Bildinformationen in ein räumliches dreidimensionales Bild.
Bereits vor einigen Jahren hatte ich an der Universität Stuttgart das Vergnügen die 3D-Technik aus wissenschaftlichen Zwecken im Bereich der technischen Mechanik kennen zu lernen. Schon damals war ich fasziniert, wie stark sich dieser 3D-Effekt ausprägt: Dinge können so dargestellt werden, als wären sie direkt vor der Nasenspitze oder wirklich weit entfernt am Horizont.
Im Kinofilm waren jedoch auch schnell Grenzen der aktuellen Technik zu erkennen: Zunächst braucht das Gehirn einige Minuten Eingewöhnungszeit um mit der Brille klar zu kommen. Bei schnellen Bewegungen sieht man ein leichtes Flimmern und bei einer nicht mittigen Sitzposition oder einem schrägen Blick zum Bildrand verschwimmt der 3D-Effekt stark. Es bleibt zu hoffen, dass es in Zukunft mit Infitec oder gar Autostereoskopie noch spannender wird, 3D-Filme anzuschauen.

Nach den Details zur Technik nun auch noch ein paar Kommentare zum eigentlichen Film: knuffig wie immer kämpfen dieses Mal ein paar Monster, die irgendwo in den USA versteckt gehalten wurden, nun gegen die neue Bedrohung aus dem All: Aliens. Besser gesagt einem fiesen tintenfischigem Wesen namens Gallaxhar, der mit Klonen die Welt in Frieden erobern will.
Wie Scrat aus Ice Age oder Rhino aus Bolt spielt das schlabbrig schleimige Monster Bob zwar nur eine Nebenrolle, dafür aber eine umso komischere und heitert den Film damit wieder ungemein auf. Die Macher haben die 3D-Technik außerdem an einigen Stellen dramaturgisch geschickt ausgenutzt. Charaktere und Landschaft sind gut animiert und die Story ist zwar nichts besonderes, aber trotzdem ganz amüsant.

Wer also noch nie einen 3D-Film gesehen hat und Animationsfilme mag, sollte sich diesen Film unbedingt in einem entsprechenden Kino anschauen.

*Update*
Ich wurde gestern darauf hingewiesen, dass es sich in diesen Kinosälen nicht wie auf deren Webseite beschrieben um die Polarisationstechnik handelt, sondern Shutter-Brillen eingesetzt werden. Ich habe die Betreiber der Kinos auf diesen Umstand hingewiesen.

Kommentare

Rhino!!!!!!! :D

Rhino!!!!!!! :D

3D-Kino

Im Kennedy Space Center hab ich auch so einen IMAX-3D-Mondlandungsfilm angeschaut und ich weiss nicht ob's an meiner Hornhautverkruemmung oder an was anderem lag, aber ich hatte oft das Problem, dass sich der 3D-Effekt in ein verschwommenes Etwas aufgeloest hat, vor allem wenn die Gegenstaende haetten nahe sein sollen. Muss ich naechstes Mal vielleicht mit Brille unter der 3D-Brille probieren.

Der Inhalt des Films war uebrigens nicht so spannend, viel NASA-Propaganda ("Ich will mal Astronaut werden") und ein "Was-waere-passiert-wenn-was-schiefgegangen-waere"-Szenario.

Nice movie!!! Monsters vs

Nice movie!!!
Monsters vs Aliens

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