Das Thema Umweltschutz ist inzwischen auch in Hotels angekommen. Oder doch nicht? Alle haben sie im Bad ein Schild für die Gäste, wer einen Beitrag leisten möchte, möge doch bitte die Handtücher, die man weiterhin benutzen möchte, an den dafür vorgesehenen Handtuchhalter hängen. Gesagt, getan.
Am nächsten Tag der Blick ins Badezimmer. Alle Handtücher sind wie am Vortag ordentlich zusammengelegt. Alle - nicht nur die, die ich auswechseln lassen wollte. Damit bricht das Hotel seine eigene Regel. Und leider scheinen dies fast alle Hotels zu machen. Ist also das Schild nur ein PR-Gag? Sehr schade.
Während der Abschlussarbeit des Japaners Kenichi Tanaka entstand folgendes, leider nur noch auf Japanisch verfügbare, nett animierte Video mit vielen, teilweise unrühmlichen Fakten über Japan. Kenichi will damit seinen Landsleuten zeigen, dass nicht alles was Japaner machen "normal" ist.
HUUHuhuu! Begleitet von diesem etwas eigenartig anmutenden Narrenruf konnte ich dieses Jahr bei der Rottweiler Fasnet viele interessante Eindrücke dieses Spektakels gewinnen.
Dadurch, dass ich mich beim Singen von Narro, kugelrund, d' Stadtleut' sind wieder älle g'sund oder Narro, siebe Sih, siebe Sih sind Narro gsi zurück gehalten habe, konnte ich mich mehr auf das Fotografieren konzentrieren und so sind mir die folgenden Aufnahmen der Narrenkleider während des traditionellen Narrensprungs am Montag gelungen. Die Kleider werden im Übrigen streng von der Narrenzunft reglementiert und kontrolliert.
Als letzter Beitrag zur Kreta-Reise noch ein Kommentar zum griechisch kretischen Essen.
Bevor ich die Reise antrat, habe ich noch einmal schnell im Internet gestöbert, was denn so typisch griechische Küche ist. Spontan auffällig waren Gyros, Souvlaki, Tzatziki und griechischer Salat. Dieser Eindruck wurde auch an den meisten Tavernen bestätigt: der Wirt rannte sofort eilig herbei und wuschelte einem wild in der Karte rum und schwärmte von genau diesen großartigen Gerichten. Gegessen habe ich davon jedoch keines. Warum? Ganz einfach: es kam mir so vor, als würde das wieder so etwas eingedeutschtes griechisches sein. So wie wir auch Mii-Nudeln mit Sojasproßen als typisch chinesisches Essen definieren.
Bei Ankunft auf dem Flughafen in Iraklio fallen sofort einige Unterschiede zum heimischen in Stuttgart auf: keine 50m zum Meer, die Landebahn sieht aus wie eine breitere Straße, kaum Markierungen auf dem Boden und kein riesiges Flughafengebäude. Nach der kurzen Fahrt mit dem Bus geht es zum Gepäckausgabebereich. Dieser umfasst vier Bänder, wovon aber scheinbar nur eins benutzt wird (für alle Flüge). Durch eine kleine Schiebetür geht es in einen Vorraum, nach einer weiteren Tür steht man schon im Freien. Also alles etwas kleiner.
Das Hotel Dimitrios (nicht Dimitrios Village!) hat 3 1/2 Neckermann-Sterne und trifft diese eigentlich auch gut. Allerdings muss man sich natürlich bewusst sein, dass die Bewertungen auf Kreta ähnlich sind wie im restlichen Mittelmeerraum, also absolut nicht vergleichbar mit deutschem Standard. Teilweise erinnerte es etwas an eine bessere Jugendherberge, aber man kann es dort gut aushalten. Bei der Ankunft fuhren wir mit unserem Shuttlebus zuerst an teureren Hotels vorbei und landeten schließlich in der engen Seitenstraße neben "Michael's Rent Rooms", wo wir uns fragten, welche armen Leute wohl hier wohnen würden. Tja, wir waren es, aber natürlich im benachbarten Hotel. Es ist eher klein und seit Beginn in Familienhand. Parties und nervende Animateure findet man hier zum Glück nicht.
Neben dem Happy Train kann man auch überall verschiedene Ausflüge per Reisebus buchen. Und so ging es für 30€ pro Person schon sehr früh nach Iraklion (Iraklio, Heraklion, ...) und gleich weiter ins 6km entfernte Knossos - die frühere Hauptstadt Kretas. Gemeinsam mit vielen anderen Reisegruppen wurden wir von unserem einheimischen Tourguide in Deutsch und Englisch über die Geschichte des Ruinenpalastes aufgeklärt. Wieder war das Wetter nicht das beste, aber ein bedeckter Himmel ist auf freier Fläche sicherlich angenehmer als ein wolkenloser Himmel und brennende Sonne.
Wieder ging es mit dem "Happy Train" auf Tour. Diesmal zur nahegelegenen Schlucht der Mühlen (Mili ist griechisch und heißt Mühle). Aufgrund von leichtem Nieselregen und einer großen Anzahl an Mitfahrern wurde es dem Bähnlein schon auf halber Strecke zu rutschig und die Tour musste etwas früher als geplant zu Fuß fortgesetzt werden (es streikte schließlich sogar der Motor, vermutlich wegen Überhitzung).
Mit dem "Happy Train" (buchbar für 15 € über Talos Express in Rethymno) ging es auf in Richtung des neuen Dorfes Eleftherna. Der Weg führte vorbei an zahllosen Olivenbäumen und hinauf auf diverse Hügel (rund 500m über dem Meeresspiegel), was den Lokomotiven-LkW ganz schön ins Schnaufen brachte. Die Tour dauerte insgesamt rund sechs erlebnisreiche Stunden.
Ein erster kurzer Halt war auf einer Erhebung mit Blick auf das entfernte Rethymno. Es wurde explizit geraten, hier unbedingt Fotos zu schießen, das Ergebnis seht ihr rechts.
Anschließend ging es durch das alte Dorf Eleftherna, was nicht aus mehr als etwa fünf alten Häusern bestand, und das neue Dorf, was aus vielleicht 20 etwas neueren Häusern bestand. Insgesamt eher weniger spektakulär.
Das gebuchte Hotel Dimitrios befindet sich, wie bereits im vorherigen Beitrag angedeutet, in dem kleinen Städtchen Rethymno. Und hier ist auch schon das erste Problem: ist es eine Stadt, ein Ort oder doch ein Dorf? Laut wikipedia.de hat Rethymno rund 80.000 Einwohner, laut den einheimischen Reiseleitern nur rund 37.000. Einig sind sie sich immerhin dabei, dass es sich um die drittgrößte Ansammlung von Menschen (nach Iraklio und Chania) an einem Fleck auf Kreta handelt - nennen wir diese in Zukunft Städtchen.
Übrigens: Wie wird es nun eigentlich geschrieben? Rethymno, Rethymnon, Rhethymnon oder Rethymna? Alle Schreibweisen habe ich irgendwo gelesen. Selbst die Kreter scheinen sich nicht ganz einig zu sein. Am plausibelsten scheint jedoch Rethymno zu sein, da es so auf den Verkehrsschildern mit lateinischen Buchstaben zu lesen war.
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